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Presse­Meldung

Emil Frey Racing zurück im Titelkampf der ADAC GT Masters mit Doppelpodium auf dem Lausitzring

  • P2 in beiden Rennen für Jack Aitken und Albert Costa Balboa
  • Gemischtes Wochenende für die #19
  • Pech der #14 dämpft Junior Trophy-Titelambitionen

Nürburgring (Germany), 07. August 2022

Emil Frey Racing holte auf dem Lausitzring mit Jack Aitken und Albert Costa in beiden Rennen den zweiten Platz. Nach seiner Premiere auf dem Lausitzring bleibt das Team vor den beiden letzten Rennwochenenden der ADAC GT Masters weiterhin Anwärter auf den Meistertitel.

Am Steuer des Lamborghini Huracán GT3 EVO #63 verpassten Aitken und Costa Balboa in einem nassen einstündigen Eröffnungsrennen nur knapp den Rennsieg. Die Beiden wiederholten das Ergebnis in einem trockenen zweiten Rennen, wobei das Fahrzeug 10 kg schwerer war als der siegreiche Audi. Mit dem doppelten Podiumsplatz sind Aitken und Costa Balboa in der Fahrerwertung auf den dritten Platz vorgerückt, nur 25 Punkte hinter den Führenden.

Franck Perera und Arthur Rougier fuhren in der #19 ein starkes Rennen und wurden Sechster. Ihr zweites Rennen war von Auf und Abs gekennzeichnet, so dass sie das Rennen als 14. beendeten. Für die #14 mit Mick Wishofer und Konsta Lappalainen war es ein Wochenende zum Vergessen, da der 16. Platz im zweiten Rennen das beste Ergebnis an diesem Wochenende war, nachdem sie beim ersten Rennen am Samstag nicht ins Ziel kamen.

Freies Training
Wie gewohnt begann das Rennwochenende am Freitagmorgen mit dem ersten von zwei Freien Trainings, so dass sich das Team mit den Feinheiten der Strecke vertraut machen konnte. Die Temperaturen waren deutlich niedriger als die 30 Grad beim Pre Event-Test am Vortag, aber alle drei Lamborghinis hatten dennoch eine vielversprechende Session. Bei einer Streckentemperatur, die nur geringfügig höher war als die Lufttemperatur, holte die #14 die zweitschnellste Zeit, nur einen Platz vor der #63. Die #19 wurde Achter, die #14 schaffte die schnellste Zeit in der Junior Trophy. Das zweite Freie Training am Nachmittag lieferte zudem wertvolle Informationen vor dem Qualifying.

Samstag

Qualifying
Während das Training bei trockenen Bedingungen stattfand, regnete es am Samstagmorgen, wodurch das Qualifying auf nasser Strecke stattfand. Obwohl dies die erste Session unter nassen Bedingungen war, fuhr die #63 mit Costa Balboa eine hervorragende Rundenzeit und qualifizierte sich als Vierter, nur zwei Zehntelsekunden von der Pole entfernt. Die #14 wurde mit Lappalainen Sechster, knapp vor Arthur Rougier in der #19, der die siebtschnellste Zeit holte.

Rennen 1
Der Regen wurde vor dem Start des ersten einstündigen Rennens stärker, doch Costa Balboa kam gut beim rollenden Start weg und verbesserte sich um eine Position auf den dritten Platz. Dahinter war Lappalainen zunächst Fünfter, fiel aber im ersten Stint auf den achten Platz zurück, während die #19 mit Rougier auf Position 10 lag. Im Rennrhythmus war die #63 bis zum Boxenfenster gut im Rennen, erlitt aber einen Rückschlag, als Costa Balboa vom Audi #22 getroffen wurde, als er die Box verliess. Trotzdem konnte Aitken nach dem obligatorischen Boxenstopp den dritten Platz halten und konnte durch einen Fehler eines anderen Audis vor ihm auf den zweiten Platz vorrücken.

Nach seinem Boxenstopp fuhr Aitken einen sensationellen Stint, da er bis zum Start der vorletzten Runde sechs Sekunden aufholen konnte. Gerade als es so schien, dass der führende Porsche die Ideallinie verlies, verlor Aitken das Heck seines Lamborghini und drehte sich in Kurve 5. Die #63 konnte ihren zweiten Platz halten und Aitken halbierte den Rückstand sogar bis zum Ende der letzten Runde, um mit nur 1,440 Sekunden hinter dem Ersten ins Ziel zu kommen.

Rougier und Perera hatten ein vielversprechendes Rennen in der #19 und belegten nach einem schwierigen Start den sechsten Platz. Die rein französische Crew hielt sich aus allen Schwierigkeiten heraus und überholte früh die Teamkollegen in der #14 mit Lappalainen und dann den Mercedes #8 in der Schlussphase.

Für die #14 war es eine verpasste Gelegenheit, da ein Unfall mit dem Mercedes #8 Wishofer zwei Minuten vor Schluss zum Aufgeben zwang. Wishofer wurde Vierter in der Junior Trophy-Klasse.

Sonntag

Qualifying
Die Strecke wurde für das zweite Qualifying ebenfalls für nass erklärt. Allerdings zeichnete sich vom Start weg eine trockene Linie ab, so dass die Rundenzeiten immer schneller wurden. Alle drei EFR Huracáns zeigten guten Speed, wobei Aitken die #63 auf Trockenreifen durch eine brillante Leistung auf den letzten Metern auf den dritten Startplatz stellte. Die #14 von Wishofer und die #19 von Perera wurden beide auf ihrer schnellen Runde durch Verkehr auf der Strecke blockiert. Wishofer war im ersten Sektor der Schnellste, konnte sich aber nur als 11. qualifizieren, einen Platz vor Perera auf Platz 12.

Rennen 2
Mit 10 kg Erfolgsballast aufgrund des Podiumerfolgs beim ersten Rennen am Vortag verlor die #63 mit Aitken am Steuer einen Platz beim Start, als das Feld in der engen ersten Kurve um Positionen kämpfte. Trotzdem blieb Aitken nah an den Führenden und am Ende des 10-minütigen Boxenfensters nahm er den obligatorischen Fahrerwechsel vor. Weiter hinten war es ein schwieriger erster Stint für Wishofer in der #14, der in der ersten Runde ins Kiesbett rutschte und auf Platz 21 zurückfiel. Die #19 mit Perera lag an fünfzehnter Position.

Zu Beginn des 10-minütigen Boxenstoppfensters machte Wishofer als Erster seinen Boxenstopp und tauschte mit Lappalainen. Perera kam eine Runde später zum Boxenstopp, um mit Rougier zu wechseln. Aitken blieb bis zum Ende des Boxenstoppfensters draussen, bevor er an Costa Balboa übergab, der auf den zweiten Platz vorrückte, nachdem der führende BMW eine Stop-and-Go-Strafe erhielt, weil er seinen Boxenstopp nicht innerhalb des Zeitfensters durchgeführt hatte.

Anfangs geriet Costa Balboa durch den Porsche hinter ihm stark unter Druck, doch der erfahrene Spanier konnte in der Schlussphase einen Vorsprung von über zwei Sekunden herausfahren. Tatsächlich war Costa Balboa durchweg einer der Schnellsten auf der Strecke, so dass der Abstand zum Rennsieger am Ende nur knapp über eine Sekunde betrug.

Rougier brachte die #19 als Vierzehnter nach Hause und holte so das bestmögliche Ergebnis an diesem Wochenende für seine Crew. Für die #14 verlief das Wochenende ähnlich, da Lappalainen am Ende den 16. Platz belegte.

Team-Stimmen

Lorenz Frey-Hilti, Teamchef
"Was für ein Wochenende! Auf der einen Seite ist das doppelte Podium grossartig für die Teamwertung und auch für die Fahrerwertung der #63. Ich denke, insgesamt hatten wir das ganze Wochenende über guten Speed, dies bereits am Donnerstag, wo wir ein gutes Setup finden mussten. Zudem waren wir sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen schnell. Wir hatten nicht viel Erfahrung auf dieser Achterbahnstrecke."

Fahrerzitat Lamborghini Huracán GT3 EVO #14

Mick Wishofer (AUT)
"Rennen 1 war im Qualifying vielversprechend, da Konsta einen guten Job gemacht hat. Dann übergab er um P8 herum an mich, aber unser Rennen war leider zu Ende, als sich der Mercedes vor mir drehte und ich ihm nicht mehr ausweichen konnte. Das Team hat einen Mega-Job gemacht, um das Auto für das zweite Rennen zu reparieren. Heute war es von Anfang an chaotisch, da es viele Kontakte gab. Der BMW flog auf der Innenseite auf mich zu, so dass ich ihm ausweichen musste, und dann traf mich der Audi. Das Auto wurde dadurch etwas beschädigt, das war nicht ideal."

Fahrerzitat Lamborghini Huracán GT3 EVO #19

Arthur Rougier (FRA)
"Es war ein hartes Wochenende für uns auf dem Lausitzring. Sicherlich hatten wir die Gesamtpace, aber das Glück war an diesem Wochenende nie auf unserer Seite. Wir wissen, dass Motorsport manchmal hart sein kann, aber für den Rest der Saison muss es besser für uns laufen, denn bisher hatten wir viel Pech. Wir freuen uns schon auf den nächsten Lauf."

Fahrerzitat Lamborghini Huracán GT3 EVO #63

Jack Aitken (UK)
"Es war ein sehr, sehr gutes Wochenende für uns, mit einem zweiten Platz in beiden Rennen. Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit, die wir das ganze Wochenende über geleistet haben. Wir werden uns jetzt auf den Sachsenring konzentrieren, der für uns eine neue Strecke ist, genau wie der Lausitzring. Es ist also das Ziel, den Schwung aus diesem Wochenende mitzunehmen und die Tabellenführung weiter auszubauen."

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