
PresseMeldung
Emil Frey Racing feiert mit Matteo Cairoli dritten DTM Saisonsieg nach souveränen Start-Ziel-Triumph am Nürburgring
Fast Facts – Die schnelle Pressenews
Ein Wochenende mit einem Hochgefühl und einem bitteren Nachgeschmack für Emil Frey Racing beim sechsten DTM-Lauf am Nürburgring. Matteo Cairoli zeigte am Samstag eine überragende Leistung: Pole Position, schnellste Rennrunde, Driver of the Day und ein souveräner Start-Ziel-Sieg mit knapp zehn Sekunden Vorsprung. Am Sonntag war ein weiterer Sieg zum Greifen nah, ehe ein Boxenstopp-Problem wertvolle Sekunden kostete und Matteo Cairoli auf Platz 13 zurückfiel. Thierry Vermeulen wurde am Samstag durch ein unnötiges Manöver von Christian Engelhart ins Kiesbett befördert und wurde im Rennen am Sonntag Zwölfter. In der Teamwertung liegt Emil Frey Racing nach dem Wochenende auf Platz 4 mit 39 Punkten Rückstand auf das führende Winward Racing.

Pressemitteilung
Der Nürburgring bescherte Emil Frey Racing beim sechsten Lauf der DTM-Saison 2026 ein Wochenende zwischen Triumph und verpasster Chance. Während Matteo Cairoli am Samstag mit einer makellosen Vorstellung seinen dritten Saisonsieg feierte, verhinderte am Sonntag ein technisches Problem beim Boxenstopp, was ein weiterer Sieg hätte werden können.
Rennen 1 – Samstag, 15. August 2026
Im Qualifying zum ersten Rennen am Nürburgring zeigte Matteo Cairoli eine bärenstarke Runde und sicherte sich die Pole Position mit einem Vorsprung von nur 0,036 Sekunden auf Thomas Preining im #91 Porsche. Teamkollege Thierry Vermeulen startete von Platz 14.
Matteo Cairoli behauptete beim Start souverän die Führung im #14 Ferrari 296 GT3 Evo und baute seinen Vorsprung auf Thomas Preining in den ersten Runden auf 3,25 Sekunden aus. Thierry Vermeulen arbeitete sich derweil kontinuierlich nach vorne und hatte sich vor dem Boxenstoppfenster bereits bis auf Platz 11 vorgearbeitet.
Als das Boxenstoppfenster öffnete, war Thierry Vermeulen einer der Ersten an der Box und wurde in guten 6,3 Sekunden abgefertigt. Matteo Cairoli kam zur Rennhalbzeit an die Box und kehrte nach einem Stopp von 6,2 Sekunden wieder auf die Strecke zurück. Thomas Preining stoppte ebenfalls in 6,2 Sekunden, war aber vor Matteo Cairoli an der Box gewesen. Dennoch behauptete der Italiener nach Abschluss der Stoppserie die Führung im #14 Ferrari 296 GT3 Evo, auch wenn Thomas Preining mit bereits aufgewärmten Reifen zunächst schneller unterwegs war als Matteo Cairoli auf noch kalten Gummis. Thierry Vermeulen setzte nach seinem Stopp auf frischen Reifen seine persönliche Bestzeit und klassierte sich auf Platz 13.
Matteo Cairoli hielt dem Druck stand, baute seinen Vorsprung auf 2,2 Sekunden aus und legte zudem die schnellste Rennrunde vor. Als der letzte Konkurrent schliesslich an die Box kam, führte Matteo Cairoli mit komfortablem Vorsprung von über sieben Sekunden. In der Schlussphase kämpfte Thierry Vermeulen mit Bastian Buus im #29 Porsche um Platz 11, verlor jedoch in der Anfahrt zur ersten Kurve die Position und belegte Rang 12. Was dann folgte, war schlicht unnötig: Christian Engelhart manövrierte den #19 Lamborghini in der allerletzten Schikane in den unschuldigen Thierry Vermeulen im #69 Ferrari und schickte den Niederländer ins Kiesbett. Ein vermeidbares Manöver in der letzten Runde, das Thierry Vermeulen wichtige Punkte kostete und auch in der Teamwertung Schaden anrichtete.
Matteo Cairoli fuhr derweil mit knapp zehn Sekunden Vorsprung einen souveränen Start-Ziel-Sieg heraus und feierte seinen dritten Saisonsieg. Zu Recht wurde er anschliessend zum Driver of the Day gekürt.
Rennen 2 – Sonntag, 16. August 2026
Nach seinem souveränen Sieg am Samstag ging Matteo Cairoli im #14 Ferrari 296 GT3 Evo von Startplatz 3 ins zweite Rennen, allerdings mit 20 Kilogramm Erfolgsballast an Bord. Teamkollege Thierry Vermeulen startete vom 17. Platz aus.
Thierry Vermeulen erwischte einen starken Start und arbeitete sich sofort nach vorne. Als kurz darauf Maro Engel, Kevin van der Linde und Luca Auer in einem Unfall verwickelt wurden, profitierte der Niederländer und verbesserte sich bis auf Platz 11. Das Safety Car wurde eingesetzt und dadurch die Renndistanz auf 55 Minuten plus drei Runden neu festgelegt. Matteo Cairoli behauptete währenddessen seinen dritten Platz. Beim Restart blieb der Italiener auf Position 3, während Thierry Vermeulen in Runde 4 Mirko Bortolotti im #63 Lamborghini überholte und sich auf Platz 10 schob. Kurz darauf fiel er wieder auf Rang 11 zurück.
Thierry Vermeulen kam als Erster an die Box und wurde in 7,3 Sekunden abgefertigt. Vor Matteo Cairolis Stopp lieferten sich die Spitzenfahrer enge Kämpfe um die zweite Position. Der Italiener war einer der Letzten, der die Box ansteuerte, und kam in der letzten Minute gemeinsam mit dem führenden Jules Gounon im #48 Mercedes herein. Doch es kam zu einem Problem hinten links, der Stopp dauerte 24,8 Sekunden. Matteo Cairoli fiel dadurch auf Platz 11 zurück, Thierry Vermeulen klassierte sich zu diesem Zeitpunkt auf Rang 14. Jules Gounon erhielt zudem eine Strafe wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Boxengasse, was bedeutete, dass Matteo Cairoli bei einem reibungslosen Stopp die Führung hätte übernehmen können.
In Runde 17 sorgte Ben Dörr für eine Safety-Car-Phase, nachdem sein McLaren mit einem lockeren Rad langsam zum Stillstand kam und in der ersten Kurve zum Stehen blieb. Das Rennen wurde in Runde 20 wieder freigegeben. Matteo Cairoli kämpfte sich zurück und überholte in Runde 25 sowohl den #10 als auch Ricardo Feller im #90 Porsche und verbesserte sich auf Platz 9. Thierry Vermeulen kam in Runde 27 erneut als Erster zum zweiten Stopp, abermals in 7,3 Sekunden. Matteo Cairoli folgte in Runde 28, doch der Stopp dauerte diesmal ebenso länger, da die Feder erneut Probleme bereitete.
Am Ende klassierte sich Thierry Vermeulen auf Platz 12, Matteo Cairoli auf Rang 13. Nach dem grandiosen Sieg am Samstag ein herber Rückschlag, denn mit einem problemlosen Boxenstopp wäre an diesem Sonntag ein weiterer Rennsieg für den Italiener durchaus wieder möglich gewesen.

TEAMSTIMMEN - Emil Frey Racing
Lorenz Frey-Hilti, Team Principal
„Gestern war der Auftritt von Matteo Cairoli sehr gut und im Qualifying zauberte er eine unglaubliche Runde hin. Danach folgte ein reibungsloses Rennen mit einem sensationellen Sieg. Thierry Vermeulen hatte etwas Mühe, gerade im ersten Sektor. Am Sonntag machte Matteo erneut einen guten Job im Qualifying mit Platz 3. Nach dem ersten guten Stint war der Rest des Rennens dann sehr bitter. Beim Boxenstopp ist eine Radmutter weggefallen, die aufgrund einer nicht stark genug gespannten Federung klemmte und dadurch verloren wir viel Zeit an der Box. Die gleiche Feder machte uns dann auch beim zweiten Stopp von Matteo erneut Probleme. Sehr bitter und auch sehr schade, dass Thierry nicht besser punkten konnte. Aber die Meisterschaft ist noch nicht verloren, auch wenn wir heute definitiv den Abstand verkleinern hätten können. Nun gehen wir mit 39 Punkten Rückstand in der Teamwertung zum nächsten Lauf an den Sachsenring, aber es sind immer noch genug Rennen und Punkte zu vergeben.“
Jürg Flach, Technischer Direktor
„Wie man an diesem Wochenende gesehen hat, entscheiden kleine Dinge teilweise über Erfolg und Misserfolg. Nach den Freien Trainings war ich noch nicht überzeugt, dass wir um Podestplätze oder sogar um einen Sieg kämpfen können. Mit Matteo Cairoli hatten wir dann am Samstag einen perfekten Tag, erst drei Punkte für die Pole Position und dann die vollen 25 Punkte für den grandiosen Sieg. Am Sonntag ist leider auf Platz 3 liegend beim ersten Boxenstopp eine Radmutter aus der Felge gesprungen, wobei wir rund 18 Sekunden verloren. Für Thierry Vermeulen sind die Dinge leider nicht positiv verlaufen, der Tiefpunkt war dann noch der von Christian Engelhart verursachte Unfall.“
FAHRERSTIMMEN - Emil Frey Racing
Matteo Cairoli (Italien)
„Auf der einen Seite ist es ein sehr gutes Gefühl, auf der anderen Seite ist es ein sehr frustrierendes Ende zu dem Wochenende, denn das Rennen heute hatte sehr viel Potenzial. Es ist einfach sehr schade, dass das Problem beim Boxenstopp passierte. Daran trägt auch keiner Schuld, es ist einfach nur schade – aber es ist noch alles offen und wir greifen wieder am Sachsenring an.“
Thierry Vermeulen (Niederlande)
„Ein sehr schwieriges Rennen und Wochenende für mich. Auch wenn ich mit dem Auto sowohl am Samstag als auch am Sonntag zufrieden war, konnte ich nicht an Matteos Pace herankommen. Ein schwerer Unfall am Samstag hinterlies grosse Schäden am Auto. Ein grosses Dankeschön an das gesamte Team, das die ganze Nacht gearbeitet hat, denn ohne diesen Einsatz wäre ein Start am Sonntag nicht möglich gewesen. Wir müssen nun analysieren, warum die Pace bei mir nicht vorhanden war."


ÜBER EMIL FREY RACING
Emil Frey Racing ist ein traditionsreiches Schweizer Motorsport-Team mit Sitz in Safenwil. Gegründet in den 1960er Jahren auf den Grundlagen der Emil Frey Gruppe, blickt das Team auf Jahrzehnte an Motorsport-Erfahrung zurück, von Formel- und Rallye-Rennen bis hin zu Langstrecken-GT-Serien. Heute startet Emil Frey Racing international, aktuell in der DTM sowie der GT World Challenge mit dem Ferrari 296 GT3 Evo.
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