
PresseMeldung
Emil Frey Racing kämpft beim DTM-Saisonfinale in Hockenheimbis zur letzten Runde
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Ein letztes Wochenende voller Dramatik beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim: Emil Frey Racing zeigte in beiden Rennen kämpferische Vorstellungen, doch das erhoffte Ergebnis blieb aus. Der bitterste Moment kam in der allerletzten Runde des ersten Rennens, als Matteo Cairoli mit einem Reifenschaden am Streckenrand stand und alle Meisterschaftsträume mit einem Schlag erloschen. Im zweiten Rennen erreichte das Team mit Rang 6 und Rang 12 das Ziel. In der Gesamtwertung schloss Matteo Cairoli seine erste DTM-Saison als Rookie auf einem starken fünften Platz ab, das Team belegte Rang 4 in der Teamwertung und verpasste ganz knapp den Sprung in die Top-3.

Pressemitteilung
Emil Frey Racing konnte beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim nicht das erhoffte Ergebnis einfahren, doch der Blick auf die Gesamtsaison zeigt ein anderes Bild: Zum zweiten Mal in Folge gewann das Team drei Rennen in einer DTM-Saison und mischte bis zum letzten Rennwochenende im Meisterschaftskampf mit. Dass Matteo Cairoli all das in seiner ersten DTM-Saison erreichte, macht es noch bemerkenswerter: Der Italiener zeigte von Beginn an, dass er zu den Schnellsten im Feld gehört, und bewies mit drei Siegen und der Gesamtwertung im Blick, welches Potenzial in ihm und dem Schweizer Team steckt.
Rennen 1 – Samstag, 10. Oktober 2026
Thierry Vermeulen sicherte sich mit dem #69 Ferrari 296 GT3 Evo im Qualifying am Samstag einen starken vierten Startplatz, während Teamkollege Matteo Cairoli mit dem #14 Ferrari von Position 13 aus ins Rennen ging.
Der Start verlief für beide Piloten zunächst vielversprechend. Vermeulen startete stark und konnte die dritte Position übernehmen. Nach der Spitzkehre wurde er jedoch beim rausbeschleunigen von Ricardo Feller im #90 Porsche angeschoben, was zu einem Dreher führte. Aus einer aussichtsreichen dritten Position fiel der Niederländer damit ans Ende des Feldes zurück. Matteo Cairoli lag nach der ersten Runde auf Rang 14.
Ein schwerer Unfall des #130 Lamborghini von Luca Engstler vor der Osttribüne brachte zunächst das Safety Car auf die Strecke, doch das Rennen wurde schliesslich mit der roten Flagge gestoppt. Mit knapp 50 Minuten noch auf der Uhr wurde das Rennen nach kurzer Unterbrechung wieder gestartet und die Emil Frey Racing Piloten gingen von den Plätzen 14 (#14) und 20 (#69) ins Rennen. Beide zeigten sogleich eine beeindruckende Aufholjagd und auch die Boxenstoppmannschaft zeigte mit Stoppzeiten von 6,0 und 5,9 Sekunden eine starke Leistung. Nach den obligatorischen Stopps lagen Matteo Cairoli auf Rang 8 und Thierry Vermeulen auf Platz 13. Der Niederländer konnte sich bis zum Rennende auf den 10. Platz vorarbeiten während Matteo Cairoli weiter Boden gutmachte und kurz vor Schluss Kurs auf den neunten Rang nahm.
Doch in der allerletzten Runde folgte ein herber Rückschlag: Eine Berührung mit dem #36 Ford von Arjun Maini hatte den linken Vorderreifen des #14 Ferrari beschädigt. Matteo Cairoli kämpfte danach mit einem schleichenden Platten noch mehrere Runden, bevor er das Fahrzeug in der letzten Rennrunde am Streckenrand abstellen musste. Somit waren alle Meisterschaftsträume endgültig geplatzt. Thierry Vermeulen brachte den #69 Ferrari als Zwölfter ins Ziel und rettete dem Team zumindest noch Punkte in der Teamwertung.
Rennen 2 – Sonntag, 11. Oktober 2026
Bei kühlen elf Grad Celsius ging es am Sonntagmorgen in Hockenheim in das letzte Qualifying der DTM-Saison 2026. Matteo Cairoli sicherte sich den fünften Startplatz, Thierry Vermeulen folgte direkt dahinter auf Position sechs – beide Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing damit in Schlagdistanz zur Spitze.
Das Rennen wurde trotz trockener Strecke als Wet Race deklariert. Der Start verlief nicht wie erhofft: Thierry Vermeulen verbremste sich bei der Spitzkehre, schob den #48 Mercedes an, der wiederum Cairoli berührte. Cairoli verlohr dadurch einige Positionen. Thierry Vermeulen wurde mit einer Strafe belegt und reihte sich nach seiner Penalty Lap hinter seinem Teamkollegen ein – Matteo Cairoli auf Rang 8, Thierry Vermeulen auf Rang 9.
Als das Boxenstoppfenster nach zehn Minuten öffnete, kam Thierry Vermeulen als Erster Emil Frey Racing Pilot an die Box und verliess sie nach 6,5 Sekunden auf frischen Slicks wieder. Matteo Cairoli folgte kurz darauf mit einem Stopp von 6,8 Sekunden. Die Boxenarbeit lief diesmal nicht ganz auf dem gewohnten Niveau des Teams, dennoch lagen Matteo Cairoli auf Rang 9 und Thierry Vermeulen auf Rang 11, der sich anschliessend noch eine Position erkämpfte.
In den letzten Runden arbeitete sich Matteo Cairoli noch auf Platz 6 vor, Thierry Vermeulen überquerte die Ziellinie als Zwölfter. Es war nicht der Abschluss, den sich das Team erhofft hatte, doch die Erfahrungen dieser Saison werden den Grundstein legen, um 2027 erneut um die Meisterschaft mitzukämpfen.

TEAMSTIMMEN - Emil Frey Racing
Lorenz Frey-Hilti, Team Principal
„Es war eine unglaubliche Kulisse hier in Hockenheim und wir hatten fast 300 Gäste, darunter viele unserer Sponsoren, dazu so viele Schweizer Fans auf den Tribünen. Umso mehr schmerzt es, dass wir die Saison nicht so abschliessen konnten, wie wir es uns erhofft hatten. Die Pace war durchaus da, aber wir konnten sie an diesem Wochenende nicht in das Ergebnis umsetzen. Nichtsdestotrotz können wir auf eine Saison zurückblicken, in der wir mit dem neuen Ferrari 296 GT3 Evo starke Resultate gezeigt haben, und wir werden alles daran setzen, nächstes Jahr noch stärker zurückzukommen. Herzlichen Glückwunsch an Porsche und Thomas Preining! Sie haben einen hervorragenden Job gemacht und den Titel mehr als verdient.”
Jürg Flach, Technischer Direktor
„Einmal mehr ist das Wochenende nicht sehr glücklich verlaufen, obwohl unsere Performance vielversprechend war. Am Samstag wurden wir durch unsere Gegnerschaft aus dem Rennen genommen, so war die Ausgangslage, um in einer der Meisterschaftswertung noch einen Podiumsplatz zu erreichen, noch schlechter. Die Startpositionen und die Performance fürs heutige Rennen waren vielversprechend, jedoch haben uns unnötige Berührungen am Start nach hinten geworfen, was uns die letzten Chancen für eine Verbesserung genommen hat. Ich danke dem ganzen Team ganz herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz!“
FAHRERSTIMMEN - Emil Frey Racing
Matteo Cairoli (Italien)
„Meine erste Saison in der DTM verlief für mich durchaus positiv. Sicherlich hätten wir auch mehr erreichen können, aber in den Top-5 in der Fahrerwertung zu landen und drei Rennen zu gewinnen, ist ziemlich gut, zudem mit einem neuen Auto, das wir noch nicht kannten. Heute hätte das Rennen besser laufen können, nachdem ich auf der ersten Runde doch viele Positionen verloren habe. Am Ende bin ich zufrieden und ich danke dem Team, das niemals aufgehört haben, zu kämpfen.“
Thierry Vermeulen (Niederlande)
„Ein hartes Wochenende. Ich hatte das Gefühl, dass wir die ganze Zeit über ein starkes Auto hatten, verlassen Hockenheim aber mit nur sehr wenigen Punkten. In beiden Qualifyings hat sich das Auto fantastisch angefühlt und ich bin stolz auf die Leistung, die wir gezeigt haben. Im ersten Rennen wurden wir leider unverschuldet aus dem Rennen gestossen und mussten von ganz hinten neu starten, haben uns aber immerhin noch auf Platz 12 vorgekämpft. Im zweiten Qualifying war das Auto eine Freude zu fahren und ich glaube, wir hätten das Potenzial für die erste Startreihe gehabt. Im zweiten Rennen hingegen habe ich in der ersten Runde einen grossen Fehler gemacht, der vollständig auf meine Kappe geht. Dafür möchte ich mich bei meinem Team entschuldigen. Ich danke allen Mechanikern und allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz – wir haben alles gegeben und ich bin stolz auf das, was wir in dieser Saison zusammen erreicht haben. Jetzt ist es Zeit, sich zu erholen, neu auszurichten und den Blick nach vorne zu richten.”


ÜBER EMIL FREY RACING
Emil Frey Racing ist ein traditionsreiches Schweizer Motorsport-Team mit Sitz in Safenwil. Gegründet in den 1960er Jahren auf den Grundlagen der Emil Frey Gruppe, blickt das Team auf Jahrzehnte an Motorsport-Erfahrung zurück, von Formel- und Rallye-Rennen bis hin zu Langstrecken-GT-Serien. Heute startet Emil Frey Racing international, aktuell in der DTM sowie der GT World Challenge mit dem Ferrari 296 GT3 Evo.
