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Presse­Meldung

Emil Frey Racing krönt starkes Zandvoort-Wochenende mit Sieg und zwei Podestplätzen im GT World Challenge Sprint Cup

Fast Facts – Die schnelle Pressenews
Ein Wochenende der Extreme beim Saisonfinale des GT World Challenge Sprint Cups in Barcelona: Während das erste Rennen für Emil Frey Racing im Chaos endete, zeigte das Team am Sonntag seine wahre Klasse. Ben Green startete dank einer aussergewöhnlichen Startaufstellung von der Pole Position, übergab die Führung zur Boxenstoppphase an Thierry Vermeulen und der Niederländer brachte den Sieg mit 4,5 Sekunden Vorsprung nach Hause. Der zweite Sieg in Folge nach Zandvoort bedeutete zugleich Platz 3 in der Teamwertung, das gute Ende einer schwierigen Saison.

Pressemitteilung
Das Saisonfinale des GT World Challenge Sprint Cups auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya hatte alles, was den Motorsport ausmacht: extremes Wetter, Drama, Pech und am Ende einen verdienten Triumph. Emil Frey Racing erlebte in Spanien ein Wochenende der Gegensätze, das mit dem zweiten Rennsieg in Folge und dem Einzug in die Top-3 der Teamwertung einen denkbar starken Abschluss fand.

Rennen 1 – Samstag, 03. Oktober 2026
In einem turbulenten Qualifying hatte sich der #69 Ferrari 296 GT3 Evo von Thierry Vermeulen und Ben Green auf Startplatz neun eingereiht, während das Schwesterauto #14 von Matteo Cairoli und Konsta Lappalainen von Position 19 ins Rennen ging.

Kurz vor dem Start setzte erneut Regen ein, der das erste einstündige Rennen von Beginn an in ein nasses Abenteuer verwandelte. Auf der durchnässten Strecke blieb Thierry Vermeulen in der chaotischen Anfangsphase die Ruhe selbst und navigierte den #69 Ferrari sicher durch das Gedränge in der ersten Kurve. Sein Teamkollege Konsta Lappalainen hatte im #14 Ferrari weniger Glück und verlor in der Anfangsphase mehrere Positionen bis auf Rang 23. Die Sichtverhältnisse weiter hinten im Feld waren extrem schwierig, da der Spray der vorausfahrenden Fahrzeuge die Sicht nahezu vollständig vernichtete. Auch Thierry Vermeulen verlor in den ersten Minuten einige Positionen und lag nach 15 Minuten auf Rang 12.

Das erste Safety Car sorgte nach einem Unfall in Kurve 11 dafür, dass das Feld wieder zusammenrückte. Beim Neustart bekam der #14 Ferrari weitere Probleme und fiel bis auf Platz 37 zurück. Als die ersten Fahrzeuge in die Boxengasse abbogen, folgte auch die Nummer 14, die bis dahin mit mehreren Berührungen von Konkurrenten zu kämpfen hatte. Doch die Pechsträhne riss nicht ab: Der #2 Porsche hatte einen sogenannten Unsafe Release und krachte direkt in den heranfahrenden #14 Ferrari, der sich gerade auf dem Weg zur Emil Frey Racing Box befand. Mit einer gebrochenen Radaufhängung war das Rennen für das Duo Cairoli und Lappalainen damit vorzeitig beendet.

Thierry Vermeulen kam von Rang 12 an die Box und übergab das Steuer an Ben Green. Kaum hatte Ben Green die Fahrbahn wieder aufgenommen, wurde das Rennen aufgrund des anhaltend starken Regens rot unterbrochen und zusätzlich lag ein Fahrzeug im Kiesbett in Sektor 1.

Mit noch 28 Minuten auf der Uhr wurde das Rennen hinter dem Safety Car fortgesetzt. Ben Green startete von Platz 10 in den verbleibenden Rennteil, doch in der 17. Runde schlug das nächste Malheur zu: Der #96 Lamborghini traf Ben Green beim ersten Umlauf nach dem Neustart im Mittelsektor, beschädigte den Ferrari erheblich und zwang das Team zu einem weiteren vorzeitigen Ausscheiden. Damit sahen in einem von Pech und Kollisionen geprägten ersten Rennen beide Emil Frey Racing Fahrzeuge nicht die Ziellinie.

Rennen 2 – Sonntag, 04. Oktober 2026 
Aufgrund der extremen Unwetterlage rund um Barcelona hatte die Regionalregierung alle Sport- und Outdoor-Aktivitäten ab Samstagabend bis 14 Uhr am Sonntag untersagt. Ein zweites Qualifying fand damit nicht statt, die Startaufstellung für das zweite Rennen wurde stattdessen anhand der schnellsten Runden der Startfahrer aus dem zweiten freien Training ermittelt. Das Ergebnis war bemerkenswert: Ben Green sicherte sich damit die Pole Position für den #69 Ferrari 296 GT3 Evo, Matteo Cairoli rollte im Schwesterauto #14 von Startplatz neun in das um 18:20 Uhr endlich gestartete einstündige Rennen.

Am Start bewies Ben Green Nervenstärke: Als die gesamte linke Startseite vermeintliche Frühstarts hinlegte, verlor der Brite zunächst Positionen, doch schon in der zweiten Kurve hatte er die Führung wieder zurückerobert. Direkt nach der ersten Runde sorgte ein Safety Car für eine Rennunterbrechung, und beim Neustart setzte Green erneut die Massstäbe und kontrollierte das Rennen mit komfortablem Vorsprung. Im #14 Ferrari fand sich Matteo Cairoli derweil in der Anfangsphase in zahlreiche Zweikämpfe verwickelt und musste unter anderem den #8 Audi sowie den #7 Aston Martin vorbeilassen.

Am Ende der 16. Runde steuerte Ben Green gemeinsam mit seinem härtesten Verfolger, dem #3 Mercedes auf Rang zwei, die Boxengasse an. Dank einer blitzschnellen Abfertigung durch das Emil Frey Racing Team konnte Thierry Vermeulen mit rund drei Sekunden Vorsprung wieder auf die Strecke gehen und die Führung des Rennens übernehmen. Eine Runde später folgte auch der #14 Ferrari mit seinem Fahrerwechsel: Konsta Lappalainen übernahm das Steuer für den abschliessenden Stint seiner Saison, musste sich allerdings im Verkehr ein paar Kontrahenten geschlagen geben und kam schliesslich auf Rang 13 ins Ziel. 

An der Spitze liess sich Thierry Vermeulen nicht mehr einholen. Mit 4,5 Sekunden Vorsprung überquerte der Niederländer als Gesamtsieger die Ziellinie und bescherte Emil Frey Racing den zweiten Sieg in Folge nach dem Triumph in Zandvoort - einen perfekteren Abschluss für die Saison hätte es nicht geben können.

TEAMSTIMMEN - Emil Frey Racing

Lorenz Frey-Hilti
, Team Principal 
„Es war wieder ein verrücktes Rennwochenende. Die Wetterkapriolen am Samstag waren unheimlich, und leider konnten wir kein Resultat erzielen, denn beide Autos wurden abgeschossen, was sehr zu bedauern war. Am Sonntag hatten wir ein wenig Glück mit den Startpositionen, was uns natürlich eine starke Ausgangslage ermöglichte. Sensationell, wie Ben und Thierry es nach Hause gefahren haben. Wir konnten in der Teamwertung noch das Podium erreichen, und das nach einer wirklich schwierigen Saison. In den letzten zwei Wochenenden so viele Punkte zu holen und die Saison dann doch noch in den Top-3 abzuschliessen, das ist einfach sensationell für das gesamte Team. Für die Nummer 14 war es sehr schade, denn wir waren in vielen Kämpfen, wurden aber nicht belohnt. Umso glücklicher sind wir über die Nummer 69, die es von vorne weg einfach perfekt gemacht hat."

Jürg Flach, Technischer Direktor
„Wir waren mit hohen Erwartungen nach Barcelona gereist. Die Trainings haben uns gezeigt, dass wir wettbewerbsfähig sind. Das erste Qualifying war jedoch dann nicht den Erwartungen entsprechend, da sich die Streckenverhältnisse für die zweite Gruppe massiv verbesserten. Letztendlich hat uns auch das Rennen im strömendem Regen kein Glück gebracht, da beide Autos durch Zwischenfälle frühzeitig stoppen mussten. Am Sonntag konnten wir uns mit dem Start von P1 mit einem starken Rennen und perfekter Ausführung den Sieg und P3 im Team Championship sichern! Für die 14 war es schwierig im Verkehr und so konnten sie sich leider nicht weiter nach vorne arbeiten! Alles in allem ein versöhnlicher Abschluss der Saison und sehr verdient für das ganze Team!“

FAHRERSTIMMEN - Emil Frey Racing 

Matteo Cairoli
 (Italien)
„Ein sehr hartes Wochenende, auch wenn die äusseren Umstände mit dem Rennprogramm nicht ideal waren. Es ist sehr schade, die Saison auf diese Weise zu beenden, aber es war von Anfang an ein schwieriges Jahr. Wir müssen analysieren, wo die Probleme lagen, und wenn es in Zukunft eine Rückkehr in die GT World Challenge geben sollte, müssen wir das besser verstehen. Mit meiner GTWC-Saison bin ich nicht zufrieden. Jetzt richte ich meinen Fokus voll auf Hockenheim und das DTM-Finale.“

Konsta Lappalainen (Finnland)
„Mein letztes GTWC-Wochenende und ein schwieriges dazu, das fasst unsere gesamte Saison eigentlich ganz gut zusammen. Das Potenzial war immer da, aber wir konnten es nie wirklich abrufen. In Zandvoort haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind, wenn alles stimmt, aber in diesem Jahr ist leider alles, was schiefgehen konnte, auch schiefgegangen. Es war kein einfaches Jahr für das gesamte Team. Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr besser wird."

Thierry Vermeulen (Niederlande)
„Es war ein tolles letztes Wochenende. Ich denke, unsere Pace war von Anfang an da, und ich bin sehr dankbar gegenüber dem gesamten Team. Es war kein einfaches Jahr, aber die letzten beiden Rennwochenenden waren sehr stark, und das ist ihr Verdienst, denn sie haben das ganze Jahr nicht aufgegeben. Am Samstag hatten wir sehr viel Pech, aber selbst da hatten wir ein gutes Auto. Im Rennen am Sonntag hatte Ben einen starken Start und war genau so aggressiv, wie wir es uns vorgestellt hatten. Danach konnten wir das Rennen kontrollieren und das Auto war eine Freude zu fahren. Ein grosses Dankeschön an alle."

Ben Green (Grossbritannien)
„Ich freue mich sehr über den Sieg mit Emil Frey Racing und den zweiten gemeinsamen Triumph in dieser Saison. Das Team hat unglaublich hart gearbeitet, um uns dorthin zu bringen, wo wir hingehören, nämlich an die Spitze des Feldes, und dafür möchte ich mich bei allen bedanken. Es ist wunderschön, die Saison auf diese Weise abzuschliessen, besonders nach dem gestrigen Rennen, aus dem uns ein Konkurrent vorzeitig herausbefördert hat. Ich bin einfach sehr glücklich für das gesamte Team, dass die harte Arbeit dieser Saison nun so belohnt wurde und wir mit einem grossartigen Gefühl in den Winter gehen können. Dem ganzen Team wünsche ich viel Erfolg beim DTM-Finale in Hockenheim nächste Woche, und ich freue mich darauf, alle im Winter wiederzusehen."

GTWC926

ÜBER EMIL FREY RACING

Emil Frey Racing ist ein traditionsreiches Schweizer Motorsport-Team mit Sitz in Safenwil. Gegründet in den 1960er Jahren auf den Grundlagen der Emil Frey Gruppe, blickt das Team auf Jahrzehnte an Motorsport-Erfahrung zurück, von Formel- und Rallye-Rennen bis hin zu Langstrecken-GT-Serien. Heute startet Emil Frey Racing international, aktuell in der DTM sowie der GT World Challenge mit dem Ferrari 296 GT3 Evo.

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