
PresseMeldung
Emil Frey Racing trotzt Wetterkapriolen beim DTM-Lauf am Sachsenring und bleibt im Meisterschaftskampf
Fast Facts – Die schnelle Pressenews
Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen liegt hinter Emil Frey Racing beim vorletzten DTM-Lauf am Sachsenring. Am Samstag fehlte dem Team die Pace der Spitze, und Matteo Cairoli sowie Thierry Vermeulen kamen auf den Plätzen 6 und 9 ins Ziel. Der Sonntag hingegen bot dramatischen Rennsport: Trotz schwieriger Ausgangspositionen aus dem nassen Qualifying lieferten beide Piloten starke Aufholjagden. Matteo Cairoli kam nach einer beeindruckenden Vorstellung als Vierter über die Ziellinie, Thierry Vermeulen beendete das Rennen auf Rang 7. Damit bleibt der Titelkampf bis zum Saisonfinale in Hockenheim offen: Mit 47 Punkten Rückstand sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung ist eine Top-3-Platzierung noch in greifbarer Nähe.

Pressemitteilung
Der Sachsenring war an diesem Wochenende Schauplatz des vorletzten Laufs der DTM-Saison 2026, und Emil Frey Racing erlebte dabei zwei sehr unterschiedliche Renntage.
Rennen 1 – Samstag, 12. September 2026
Im Qualifying zum ersten Rennen am Sachsenring sicherte sich Matteo Cairoli im #14 Ferrari 296 GT3 den sechsten Startplatz, Teamkollege Thierry Vermeulen reihte sich dahinter im #69 Ferrari auf Position 8 ein.
Matteo Cairoli erwischte einen starken Start und schob sich bereits nach der zweiten Kurve auf Platz 3 vor. Thierry Vermeulen gewann ebenfalls Positionen und reihte sich auf Rang 7 ein. Im Kampf um die zweite Position mit Kelvin van der Linde im #3 BMW verlor Matteo Cairoli jedoch Boden und fiel nur wenige Kurven später auf Platz 5 zurück. Ein frühes Safety Car unterbrach das Renngeschehen, nachdem Bastian Buus im #29 Porsche im Kiesbett stecken geblieben war. Zu diesem Zeitpunkt lag Matteo Cairoli auf Platz 5, Thierry Vermeulen auf Rang 6. Die Renndistanz wurde auf 55 Minuten plus drei Runden neu festgelegt.
Beim Restart behauptete Matteo Cairoli seinen fünften Platz, direkt hinter Thomas Preining im #91 Porsche, den er zunehmend unter Druck setzte. Thierry Vermeulen hielt Rang 6, verlor jedoch eine Position an Maro Engel im #80 Mercedes und fiel auf Platz 7 zurück.
Als das Boxenstoppfenster öffnete, kam Thierry Vermeulen als Erster der beiden Emil Frey Racing Ferrari herein und wurde in 6,9 Sekunden abgefertigt. Matteo Cairoli folgte eine Runde später mit einem Stopp von 6,5 Sekunden. Bei der Ausfahrt aus der Boxengasse verlor der Italiener den direkten Zweikampf gegen Kelvin van der Linde im #3 BMW ganz knapp, der mit bereits aufgewärmten Reifen den Vorteil für sich nutzen konnte. Nach Abschluss der Stoppserie lag Matteo Cairoli auf Platz 7, Thierry Vermeulen auf Rang 9.
In der Folge lieferte sich Thierry Vermeulen einen starken Zweikampf mit Nicki Thiim im #7 Aston Martin. Da der Aston Martin Pilot im Meisterschaftskampf vor Matteo Cairoli liegt, war das Duell von besonderer Bedeutung. Der Niederländer verteidigte seine Position lange Zeit couragiert, doch der Däne zeigte ein beherztes Überholmanöver und drängte sich innen an Thierry Vermeulen vorbei.
In der Schlussphase geriet Matteo Cairoli zwischen zwei Feuer: Er verlor Boden auf den vor ihm platzierten Maro Engel im #80 Mercedes, während Mirko Bortolotti im #63 Lamborghini von hinten Druck ausübte. Am Ende brachte der Italiener Matteo Cairoli den #14 Ferrari als Sechster ins Ziel, Thierry Vermeulen überquerte die Ziellinie im #69 Ferrari auf dem neunten Rang.
Rennen 2 – Sonntag, 13. September 2026
Das Qualifying zum zweiten Rennen fand bei nasser Strecke statt und verlief für Emil Frey Racing ernüchternd. Nach Strafen gegen mehrere Konkurrenten starteten Matteo Cairoli und Thierry Vermeulen schlussendlich von den Plätzen 14 und 15. Der Rennstart wurde um zehn Minuten verschoben, was die Nervosität in der Startaufstellung angesichts möglicher weiterer Regenschauer zusätzlich steigerte.
Beim Start hatten die beiden Emil Frey Racing Piloten unterschiedliche Reifenstrategien gewählt: Thierry Vermeulen auf Regenreifen, Matteo Cairoli auf Slicks. Thierry Vermeulen arbeitete sich innerhalb der ersten Runde bis auf Platz 3 vor, während Matteo Cairoli nach einer Berührung einen Schreckmoment erlebte. Der #14 Ferrari-Fahrer fiel kurzzeitig weit zurück, kämpfte sich auf seinen Slicks jedoch bis auf Rang 7 nach vorne.
Als die Strecke abtrocknete, verloren Thierry Vermeulens Regenreifen an Wirkung. Daher war der Niederländer einer der Ersten an der Box und wurde in starken 5,9 Sekunden abgefertigt. Matteo Cairoli folgte kurz darauf mit 6,4 Sekunden und kehrte als Erster der bereits gestoppten Fahrer auf die Strecke zurück. Was folgte, war eine beeindruckende Aufholjagd: Matteo Cairoli setzte in Runde 11 die schnellste Rennrunde, holte sich Platz 3 von Ricardo Feller im #90 Porsche und nahm Kurs auf Thomas Preining im #91 Porsche. Nach den ersten Boxenstopps lagen Matteo Cairoli auf Platz 4 und Thierry Vermeulen auf Rang 7.
Beim zweiten Stopp wurde Thierry Vermeulen in 6,7 Sekunden abgefertigt, Matteo Cairoli in 7,7 Sekunden. Mit noch knapp zehn Minuten Rennzeit sorgte ein Unfall zwischen Nicki Thiim im #7 Aston Martin und Jules Gounon im #48 Mercedes für eine Safety-Car-Phase. Ein mutiger Überholversuch von Matteo Cairoli auf Thomas Preining scheiterte knapp und kostete ihn eine Position. Ein weiterer Dreher von Kelvin van der Linde löste das nächste Safety Car aus, ehe das Rennen in einem hochdramatischen letzten Umlauf zu Ende ging. Matteo Cairoli verteidigte Rang 4 gegen Maro Engel im #80 Mercedes und kam mit dem #14 Ferrari als Vierter über die Ziellinie. Thierry Vermeulen beendete das Rennen auf Rang 7.

TEAMSTIMMEN - Emil Frey Racing
Lorenz Frey-Hilti, Team Principal
„Die Chancen auf den Gesamtsieg der Meisterschaft sind sicherlich nicht mehr so gut, aber eine Platzierung in den Top 3 sollte noch möglich sein. Es kann immer noch alles passieren und daher kämpfen wir bis zum Schluss. Am Samstag war es ein mittelmässiges Rennen, am Sonntag hingegen kann man von einem versöhnlichen Abschluss sprechen. Das Qualifying am Sonntag verlief entgegen unserer Erwartungen, und trotz der schwierigen Ausgangslage haben wir einen guten Job gemacht. Thierrys aggressive Strategie wäre fast aufgegangen. Für Matteo war es die richtige Strategie, und es war schade, dass wir am Ende durch den zweimaligen verspäteten Restart von Thomas Preining die Position gegen Ricardo Feller verloren haben. Am Samstag fehlte uns insgesamt die Pace der Spitze, auch wenn uns die rote Flagge im Qualifying dann doch noch in die Karten spielte.“
Jürg Flach, Technischer Direktor
„Das Wochenende war schwierig von uns, denn von Beginn an war klar, dass wir nicht leistungsfähig genug sind. So war auch für das Resultat in Rennen 1 mit den Positionen 6 und 9 nicht mehr zu erwarten. Das Qualifying am Sonntag war eine Enttäuschung, da wir uns in den regnerischen Verhältnissen nicht entsprechend gut positionieren konnten. Im Rennen haben wir verschiedene Strategien gewählt, was mit einem versöhnlichen Resultat endete. Die Fahrer und das Team haben einen super Job gemacht!“
FAHRERSTIMMEN - Emil Frey Racing
Matteo Cairoli (Italien)
„Am Ende war es doch noch ein positives Wochenende. Wir sammelten Punkte, was immer gut ist, aber es ist auch schade, dass wir das Podium nicht schafften. Mit nur noch zwei Runden bis zum Rennende war es nicht das ideale Szenario, aber ich war wohl zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Aber wenn man bedenkt, wo wir starteten, bin ich ganz zufrieden. Wir haben noch zwei Rennen und ich würde gerne das Podium in beiden Rennen in Hockenheim schaffen. Wir werden bis zur allerletzten Runde kämpfen.“
Thierry Vermeulen (Niederlande)
„Sachsenring war ein schwieriges Wochenende. Im ersten Rennen kämpften wir etwas mit der Balance und ich fühlte mich nicht wohl mit dem Auto. Das Qualifying für das zweite Rennen war auch nicht gut, aber das Rennen danach war wirklich sehr spannend. Es war sicherlich nicht perfekt von meiner Seite aus, aber ich versuchte das Maximum herauszuholen und aus dem ganzen Chaos herauszubleiben. Leider verloren wir noch eine Position am Ende, aber wir holten Punkte und ich habe wieder viel gelernt – diese Rennen sind sehr wichtig für meine Lernkurve. Jetzt hoffen wir noch auf ein Podium in Hockenheim und sind gespannt, was wir noch erreichen können.“


ÜBER EMIL FREY RACING
Emil Frey Racing ist ein traditionsreiches Schweizer Motorsport-Team mit Sitz in Safenwil. Gegründet in den 1960er Jahren auf den Grundlagen der Emil Frey Gruppe, blickt das Team auf Jahrzehnte an Motorsport-Erfahrung zurück, von Formel- und Rallye-Rennen bis hin zu Langstrecken-GT-Serien. Heute startet Emil Frey Racing international, aktuell in der DTM sowie der GT World Challenge mit dem Ferrari 296 GT3 Evo.
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